Ausgangslage:
Im Südteil der Fläche lag eine junge Weinbergsbrache vor, die bereits allmählich von Kanadischer Goldrute und im Unterhang von Brombeere eingenommen wurde. Nördlich davon war ein Garten noch in Nutzung, die daran anschließende Parzelle jedoch vollständig verbuscht und dicht mit Jungwuchs von Bäumen bestockt, so dass der ehemalige Charakter als Obstgrundstück kaum noch zu erkennen war.
Entwicklungsziel:
Der Hoheberg ist ein sehr attraktiver Aussichtsbereich. Zugleich bildet er ein wichtiges Bindeglied im Biotopverbund der Bergstraße zwischen den nördlich gelegenen offenen Hanglagen des Umbühl und den südlich anschließenden offenen Hanglagen am Eppenweg und Bennberg. Aufgrund der Hangneigung und Südwestlage ist die Weinbergsbrache besonders geeignet, Magerrasen zu entwickeln, die als Lebensräume von einer Fülle selten gewordener Tier- und Pflanzenarten für den Naturschutz besonders wichtig sind. Das ehemalige Obstgrundstück soll als solches wieder entwickelt werden.
Umsetzung:
Die Weinbergsbrache wird seit 2019 im Auftrag des Vereins Blühende Bergstraße beweidet. Das ehemalige Obstgrundstück wurde im Winter 2019/20 entbuscht. Die Kulturobstbäume waren durch den Konkurrenzdruck der aufgekommenen Waldbäume bereits abgestorben, aber Wildkirschen hatten sich eingefunden und wurden im Zuge der Pflegemaßnahmen erhalten und gefördert. Im Herbst 2022 wurden Mandelbäume entlang des Blütenwegs gesetzt. Weiter unten im Hang wurde eine Elsbeere gepflanzt – eine Wildobstsorte, die in lichten Wäldern auf trocken-warmen Standorten zu Hause ist.
Die Flächen werden seit der Erstpflege mit Ziegen beweidet. Aus diesem Grund ist ein entsprechender Baumschutz bei den Obstbaumpflanzungen notwendig.
Von den Maßnahmen profitieren insbesondere Zauneidechse und Schlingnatter, deren Lebensräume erheblich vergrößert werden.
Finanzierung:
Verein Blühende Bergstraße
Naturschutzverwaltung (Fördermittel)
Partner der Umsetzung:
Jens Klemm, Laudenbach (Ziegenbeweidung, Obstbaumpflanzung)
Christian Molitor (Obstbaumpflege)