Ausgangslage:
Das städtische Grundstück war bis in die 1960er Jahre ein Obstgrundstück. Dann verlor der Streuobstbau an Bedeutung. Der obere Teil wurde Grillplatz und Abenteuerspielplatz, der untere Teil verbuschte. Etwa um das Jahr 2000 wurde auch der obere Teil aufgegeben und von Brombeeren und Drüsigem Springkraut überwuchert.
Entwicklungsziel:
Wiederaufnahme der Pflege der Streuobstwiese und Nachpflanzung von Obstbäumen.
Entwicklung einer möglichst artenreichen Wiese im Unterwuchs.
Sicherung des Judenbuckels als beliebter Aussichtspunkt und Rastplatz.
Umsetzung:
Das Projekt „Blühende Bergstraße“ gab den Anstoß dafür, das Grundstück wieder in Pflege zu nehmen. Im Herbst 2015 wurde die Fläche gerodet und seitdem durch Mahd gepflegt.
Im Februar 2017 wurden Obstbäume regionaltypischer Sorten nachgepflanzt. Im März 2017 wurde unter Anleitung einer Streuobstpädagogin von Viertklässlern der Waldschule Weinheim ein weiterer seltener Apfelbaum (Rabau) ergänzt.
Aktuell werden die Flächen durch Schafe und Ziegen beweidet und einer Nachweidepflege durch Mahd unterzogen. Ziegen werden vor allem zum Zurückdrängen von Gehölzen eingesetzt, Schafe weiden eher auf Flächen mit höherem Gras- und Krautanteil.
Die Maßnahme wurde im Ökokonto der Stadt Weinheim eingebucht. Die Landschaftsaufwertung dient damit als vorgezogener Ausgleich für Eingriffe in Natur und Landschaft, beispielsweise durch Bebauung an anderer Stelle.
Finanzierung:
Stadt Weinheim
Partner der Umsetzung:
Wolf Garten- und Landschaftsbau, Ladenburg, und Saasemer Gartenclinic, Lützelsachsen (Erstpflege)
Florian Pürzer, Weinheim (Schaf- und Ziegenhaltung)
Jens Klemm, Laudenbach (Nachweidepflege)