Was tun, wenn man Götterbäume auf dem Grundstück hat?
Vor dieser Frage stehen immer mehr Grundstücksbesitzer sowohl in der Ortslage als auch außerhalb. Und sie ist wirklich nicht leicht zu beantworten. Einfach nur Abschneiden ist jedenfalls nicht die Lösung! Darauf reagiert der Götterbaum nämlich mit einer unglaublichen Zahl von Wurzelschösslingen, soweit eben seine Wurzeln reichen. Das Ergebnis ist dann meist schlimmer als vorher.
Da es kein einfaches Patentrezept für alle Fälle gibt, bietet der Verein Blühende Bergstraße in Zusammenarbeit mit den Mitgliedsgemeinden eine Anlaufstelle zur Meldung von Funden und fachliche Beratung an. Gleichzeitig nimmt der Verein dort, wo der Götterbaum im Projektgebiet bereits bekannt ist, Kontakt mit den Eigentümern auf, um möglichst früh Gegenmaßnahmen einzuleiten. Denn schnelles, aber überlegtes Handeln ist entscheidend.
Eine Grundregel lautet: Sämlinge und Jungpflanzen müssen umgehend und vollständig mit Wurzeln entfernt werden. Bei größeren Bäumen gilt es schon mehrere Aspekte abzuwägen. Erwachsene weibliche oder zwittrige Bäume außerorts müssen fachgerecht entfernt werden, da von ihnen eine starke Ausbreitungsgefahr ausgeht. Innerorts ist im Einzelfall abzuwägen, ob der Baum erhalten werden soll oder entfernt werden kann. Auch bei männlichen Bäumen ist fallweise zu entscheiden. Informationen zu möglichen Bekämpfungsmethoden sollen auf dieser Seite gesammelt und dem Stand der Erkenntnis entsprechend aktualisiert werden.
Merkmale des Götterbaums (erstellt mit KI)
Wichtig ist, Sicherheit zu erlangen, dass man es mit einem Götterbaum zu tun hat und nicht irrtümlich ähnlich aussehende schutzwürdige Bäume beseitigt. Zu den Unterscheidungsmerkmalen können Sie sich beispielsweise hier informieren.
- Geruch: Wenn Sie an den Blättern oder Zweigen des Götterbaums reiben, verströmt er einen intensiven, unangenehmen Geruch (oft beschrieben als ranzige Erdnuss oder muffig). Die Verwechslungskandidaten riechen neutral oder würzig.
- Blattränder: Die gefiederten Blätter des Götterbaums sind glatt und haben nur am untersten Ansatz ein bis zwei winzige Zähne (Drüsen). – Essigbaum: Ränder der einzelnen Fiederblättchen sind deutlich gesägt/gezähnt – Esche: ebenfalls gesägt – Walnuss: Blattrand meist glatt, riecht beim Zerreiben aber stark aromatisch-nussig
- Blüten und Früchte (Spätsommer): Der Götterbaum bildet hängende, grünliche bis rötliche Flügelnüsse. Der Essigbaum hingegen trägt auffällige, dunkelrote, samtige und aufrecht stehende Fruchtkolben
- Knospen und Blattnarben: Die Blattnarben (die Stellen, an denen im Winter die Blätter abfallen) sind beim Götterbaum herzförmig und die Knospen sitzen genau darüber. Beim Essigbaum umschließt die Blattnarbe die Knospe fast vollständig
Merkmale des Götterbaums im Bild
Unterscheidung Götterbaum-Essigbaum im Bild
Betroffene Grundstücksbesitzer werden gebeten, sich kostenlos und unverbindlich beraten zu lassen, um das Problem zu erkennen und Fehler in der Bekämpfung zu vermeiden. Der Verein „Blühende Bergstraße“ hat gemeinsam mit den Mitgliedskommunen einen Flyer entwickelt, der wichtige Infos zusammenfasst und die jeweiligen Ansprechpartner benennt:
Flyer Laudenbach
Flyer Hemsbach
Flyer Weinheim
Flyer Hirschberg
Flyer Schriesheim
Flyer Dossenheim
